Biogas

Unser Biogas-HofBiogasLogo

Während des Besuchs 2001-2003 der Fachschule in Trisdorf  um den Landwirtschafts-Techniker zu absolvieren, kam das Thema Biogas auf. Hermann Müller konnte sich sofort dafür begeistern. In dieser Zeit war die Presse voll von Butterberg, Milchseen und viel zu viel Fleisch auf dem Markt. Es war Zeit für eine neue Lösung.

Den landwirtschaftlichen Betrieb wollte die Familie weiter führen, jedoch auf einem neuen Weg. Sie wollten ein anderes sehr wichtiges Lebens-Mittel herstellen, nämlich Energie!

2004 wurde die Biogasanlage auf dem Kögelhof gebaut. 4 Jahre lang führte die Familie die Milchviehhaltung noch weiter, um dann 2008 ganz auf Biogas umzusteigen.

In einem Biogasbehälter passiert nichts anderes wie in einem Kuhmagen.  Die Behälter sind dem Kuhmagen nachgebaut worden. Es ist dunkel, die Muskeln in einem Kuhmagen bzw. Rührwerke in einem Behälter bewegen die organische Substanz. Es ist warm, es ist luftdicht und die Mikroorganismen verdauen das Futter und produzieren Biogas. Dieses Gas wird bei uns in 5 Motoren verbrannt, mit Hilfe eines Generators zu Strom umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist.

Dieses Gas geht bei der Kuh in die Luft und in der Biogasanlage wird daraus Energie (Wärme und Strom) produziert.

Unsere Anlage wird mit nachwachsenden Rohstoffen wie Grassilage, Maissilage, GPS und Schadgetreide gefüttert. Dies ist für uns die Zukunft der Energieversorgung, denn auf Atomkraft möchten wir uns nicht verlassen und Kohle und Gas wird irgendwann zu Ende gehen.

Mit einer Biogasanlage können sie Tag wie Nacht und Sommer wie Winter Energie produzieren. Durch einen Futterspeicher/Gasspeicher und die Regulierung der Motoren kann die Biogasanlage bedarfsgerecht Strom einspeisen.

Das Endprodukt, das Gärsubstrat der Biogasanlage ist ein sehr wichtiger Dünger  für unsere Äcker und Wiesen denn hier schließt sich der Kreislauf wieder und die Nährstoffe werden dem Boden zurückgeführt. Es sieht aus wie Gülle, stinkt aber kaum noch und die  Nährstoffe sind viel besser für Pflanzen verfügbar.

Biogasmotoren produzieren nichtnahwaerme_schule nur Strom sondern auch Wärme. Die Wärme wird vollständig das ganze Jahr genutzt und die Leistung dem saisonalen Wärmebedarf angepasst. 2020 wird ein 1.000 m³ Wärmespeicher gebaut. Beheizt wird ein Schulzentrum und ein Neubaugebiet und es werden Hackschnitzel getrocknet.
Unser Haus wird natürlich ebenfalls mit Biogaswärme beheizt.

 

 

April 2020 – Anlage des Monats


verliehen vom Fachverband Biogas

 

Biogas mit Liebe

30. Oktober 2013:

Hermann und Katrin in einem Flugzeug über Mochenwangen. In Hermann Müllers Acker gedeiht Klee in Form eines riesigen Herzens. Darunter die Anfangsbuchstaben von Katrin und Hermann. Jetzt versteht die Angebetete den Biogasbauern. Ihr Herz geht auf. Sie heiraten im Juli 2014. Auch sonst bewirtschaftet Hermann Müller seine Felder mit Liebe. Im Spätsommer/ Herbst etwas mit blühendem Kleegras und über 10 anderen Pflanzensorten. Bienen, Vögel und Schmetterlinge leben dort gerne. Und darunter Regenwürmer. Sie durchlöchern den Acker:“In diesem Humus-reichen Feldgedeihen Maiswurzeln im Frühjahr kräftig. Das aufgelockerte Erdreich „schluckt“ außerdem Starkregen leichter. Biogas aus Mais (wenigeer als die Hälfte), Gras, Schad-Getreide aus Misserntensamt Ganz- Pflanzen- Silage (GPS). Für 5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr- genug für über 3000 Privatpersonen.
Außerdem übers Jahr 4,5Millionen Kilowattstunden Wärme. Davon 1,5Millionen Kilowattstunden für die örtliche Schule. Und zum Trocknen von 4500 Tonnen Gülle zu Dung Pellets. Sie wiegen dann nur noch 400 Tonnen- leichter auf´s Feld zu fahren. Und weitere Restwärme- Nutzung. Das alles mit Liebe zu Katrin, Kinder, Bienen, Blüten, Regenwürmern und zur Zukunft. Sie treibet Biogasbauer Hermann Müller um.

Bericht aus dem „Biogas kann´s Informationsblatt des Fachverband Biogas, Landesgruppe Baden- Württemberg September 2014